Kolumne im Blickwinkel Kultur-Magazin


Toleranz & Respekt

Die Uraufführung „Gegen die Wand“ hat mich dazu verleitet mal wieder einige Worte zu schreiben….

Aus meiner Rezension: Ludger Vollmer hat mit der Uraufführung seiner Oper „Gegen die Wand“ ein Räderwerk zum Grenz wie Kultur überschreitenden Dialog in Gang gesetzt. [….]
Hoffen wir, dass der Dialog bleibt und zu mehr Miteinander anregt…. Lasst uns mehr auf die Menschen achten und nicht auf die Nationalität. Akzeptieren wir doch unsere Mitmenschen als das was Sie sind – Individuen wie Du und Ich. Nur so kann das Miteinander funktionieren. [….]

Ich habe schon beim Schreiben gemerkt, das ich zwei Schubladen habe: eine für die Menschen aus meinem direkten Umfeld (Lebensgefährte + Tochter) und die Schublade für die Anderen. Für mich ist es leichter bei nicht mit mir Zusammenlebenden die Einstellungen / Macken zu akzeptieren.

Respekt und Achtung für all das was Sie tun ist da, aber dann stört doch die eine oder andere Kleinigkeit und wenn man es genauer betrachtet, werden die Kleinigkeiten zu etwas Großem. Vielleicht sollte man einfach für etwas mehr „Chaos“ im Leben offen sein……

Da ich mehr ein Zahlenmensch bin und es daher mit den Fremdsprachen nicht so recht klappt, kann ich die Sprachbarrieren durchaus nachvollziehen. Ich finde es immer sehr schade, wenn man die Sprache des Anderen nicht spricht, aber auf der anderen Seite ist es auch sehr interessant und oft auch lustig sich dann auf anderem Wege zu verständigen. Man muss halt nur die erste Scheu überwinden, der Rest kommt von selbst.

Wir gehen doch alle ganz gerne abwechslungsreich essen (egal welche Nationalität der Koch hat oder das Personal – Hauptsache es schmeckt und der Service stimmt) und da klappt es ja auch mit dem Respekt und der Toleranz und dem ganz offen sein für Neues…..

Wir sind alle irgendwie Fremde, wir brauchen ja nur unsere Vierwände verlassen, da fängt es ja schon an – oder ist Euch Eure Stadt so vertraut, das Ihr jeden Winkel kennt. Man fühlt sich in seinem Viertel wohl und in fremde, wenn man sein „Revier“ verlässt. Dann sind wir auch froh, wenn uns jemand freundlich begegnet.

Ich merke schon den Unterschied morgens bei der Post, wenn ich in das Gebäude eintrete (und das ist nur eine kleine Post) – die meisten Leute schaffen es noch nicht einmal auf „einen guten Morgen“ zu reagieren. – Sie schauen einen noch nicht einmal an…. Ich finde so etwas total beschi…….

Vielleicht sollten wir ganz klein hinter unserer Haustür anfangen und uns dann nach draußen vorarbeiten.

Eure Stuki
06.12.2008


die Kunst die "Liebe" zu leben

Nun habe ich in den letzen Tagen, Wochen, Monaten soviel über Tod und Liebe gesehen und gehört - das ich nicht anders kann als hier einiges dazu zu schreiben.
 
Was haben das Ende und die Liebe gemeinsam…

Sie erscheinen an unvermuteten Stellen
Sie kündigen sich nicht unbedingt an
Sie sind unstet und überall
Sie sind Freund und Feind
Sie lassen sich nur bedingt beeinflussen
Sie treffen Jeden
Sie lassen keine erfolgreiche Gegenwehr zu
Sie haben einen bitteren Beigeschmack
Sie können befreiend wirken
Sie lassen sich nicht auslöschen
....einen Anfang

Das Ende / der Tod und die Liebe sind allgegenwärtig. Größtenteils im Verborgenen.
Sie kommen zu Jedem. Eigenwillig, eigenständig, unausweichlich ohne dass man sie gerufen hat. Es geht mir hier nicht um den Tod der das Leben beendet, sondern um das schleichende Ende im Zusammenhang mit den Gefühlen rundum die Liebe.

Die Liebe ist allgegenwärtig, ihr ist es egal ob sie gut tut oder zerstört.

Liebe – ein Gefühl aus dem Bauch heraus. Selten trifft dieses Gefühl auf 2 Personen gleichzeitig. Ein kleiner Moment entscheidet über unser Leben und greift ein. Man trifft Jemanden und ist machtlos. Selten sind bei beiden die Empfindungen die gleichen. Nicht umsonst sind die Gefühle auch als Liebe bezeichnet so unendlich kompliziert. Oft kann sich die Liebe nicht frei entfalten – reißt „einen“ dann ins Unglück. Man kann Gefühle unterdrücken, aber nicht abschalten. Lässt man sie nicht an die Oberfläche zerstören sie einen.
Oft fehlt der Mut der betroffenen Personen seine Empfindungen zu zeigen. Lieber geht man den vermeintlich einfachen Weg. Lieber keine Komplikationen. Bloß nicht das geordnete Leben ändern. Es wird noch nicht einmal einfach wenn beide frei und unabhängig sind – also keinen Partner haben. Die Gefühle gehen nicht mit Systems vor, nach dem Grundsatz hier bin ich willkommen, hier darf und kann ich mich entfalten.
Die Emanzipation der Gefühle/Liebe als Prozess der Befreiung aus Abhängigkeit, Abgestumpftheit, Gleichgültigkeit – unmöglich - die Liebe kann sich nicht emanzipieren.

Sie scheitert schon an der Unabhängigkeit. Liebe macht abhängig. Abhängig von dem Augenblick und dem Kampf diesen Moment für die Ewigkeit fest zu halten. Abhängig von den eigenen Empfindungen, vom Anderen.

Oft bleiben die wichtigen/richtigen Gefühle im Verborgenen, weil der Mut fehlt diese zu zeigen. Man ist unsicher, verletzlich. Lieber liebt man im Stillen mit der Hoffnung das der Andere genauso empfindet, als sich eine „Abfuhr“ / die Gewissheit zu holen. Bleibt die Liebe aber im Verborgenen stirbt sie – dies geschieht schleichend, da das Ventil zum entweichen geschlossen bleibt. Sie stirbt durch die eigene Zerstörung – Zerrissenheit.

Ich will hiermit nicht sagen, dass die Liebe negativ ist. Es entscheiden die Begleitumstände und das eigene Handeln was mit den eigenen und den Gefühlen des Anderen passiert.

Für mich sind Gefühle grundsätzlich erstmal Bauchschmerzen. Ist die Zeit in meinen Augen reif zu handeln, werden sie entweder zum guten Gefühl oder bleiben eine ganze Zeit lang das was sie sind - Bauchschmerzen.

Auch sollte man Sympathie und den Reiz des Äußeren nicht mit „Liebe“ verwechseln. Bei Sympathie erwartet man vom gegenüber nicht unbedingt eine Gegenleistung – bei der Liebe schon. Für die Entfaltung der Liebe, zu einem ungemein guten Gefühl, braucht man einen Gegenüber der genauso empfindet und auch den Mut hat seine Gefühlswelt offen zu legen

Die Liebe befindet sich im ewigen Kampf gegen das nicht beachtet werden und gegen das Ende. In der Gefühlswelt kann das Ende auch wieder ein Anfang werden.
Dies ist kein Profil der Liebe sondern nur ein kurzes ankratzen von Empfindungen und Eindrücken. Dazu ist die Liebe / sind Gefühle nicht greifbar / begreifbar genug.

Was ist mit dem schleichenden Ende durch Eifersucht, Besitzanspruch und das Eingreifen durch äußere Einflüsse und Dritte. Dazu demnächst vielleicht mehr.

Wie seht Ihr die Liebe – gerne könnt Ihr mir schreiben.

Eure stuki
02.11.2008


Rezension - Rezession

Asche auf mein Haupt und auf über 1200 Leser....

Keiner hat was bemerkt oder gesagt....

Ein kleiner Buchstabe kann alles verändern.

Bei der Verarbeitung meiner Eindrücke über den "Untergang" der Etikette bei Opernbesuchen bzw. Premieren ist es passiert:

Titel: Rezession zu "Salome" und das schlimme ist, keiner hat es bemerkt oder mir geschrieben - "was hast du denn da verzapft"
Also habe ich einen Buchstaben ausgetauscht und jetzt stimmt es wieder - obwohl so ganz falsch war es vorher ja auch nicht, denn irgendwie geht die Etikette ja auch den Bach runter.... Es sind halt die Kleinigkeiten im Leben - die alles im Stillen verändern - langsam und schweigend...

Eure Stuki
23.09.2008



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